Santorin wird oft als Perle der Ägäis bezeichnet - und das zu Recht. Vor etwa 3600 Jahren nahm die einst runde Insel durch eine gewaltige Explosion in etwa die heutige Gestalt an. Für Geologen (nicht nur für sie) ist die Insel ein Paradies. Der beim Ausbruch entstandene Bimsstein prägt das Bild der Insel bis heute. 1956 wurden grosse Teile der Insel durch ein Erdbeben zerstört, einige Ruinen oder ins Leere laufende Tore geben eine ungefähre Vorstellung von der Katastrophe. Ist es das Leben auf einem Vulkan, was die Insel auch so reizvoll macht? Morgen kann es wieder vorbei sein. Daran musste ich oft denken, als ich auf der Insel war. Hier ist manches intensiver als anderswo: Das Licht und vor allem die Sonnenuntergänge, die hier auf Santorin noch viel schöner sind, als es die unzähligen Prospekte anpreisen. Die Schönheit der Insel hat auch ihre Kehrseite - die Touristenmassen die mit den immer grösser werdenden Kreuzfahrtschiffen in der Caldera an Land gesetzt werden und zu Fuss, auf den Rücken der Mulis oder mit einer von einem Griechen gespendeten Seilbahn aus Österreich in den Hauptort Fira ausschwärmen. Doch schon ein paar Gassen weiter, abseits von Shops und Restaurants, kehrt Ruhe ein. Ausserdem bietet die Insel ein paar wunderschöne Wanderwege, die von den Massen verschont bleiben. Bisher war ich dreimal auf Santorin, das letzte Mal drei Wochen. Hier ist eine kleine Auswahl der Bilder, die ich nach einiger Zeit immer wieder austauschen bzw. ergänzen werde. Auch hier lohnt es sich, immer wieder mal reinzuschauen.

© 2018 Ernst Jäger

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